Korneotherapie

Das Bindeglied von Kosmetik und Dermatologie

Die Korneotherapie begann ihre Erfolgsgeschichte Ende der 90er Jahre. Der Begriff und die Therapie sind Schöpfungen des Dermatologen Prof. A. M. Kligman. Der Wortstamm Korneo ist abgeleitet von Korneozyt, der Bezeichnung für die Hornhautzelle der Epidermis. Der Korneozyt ist das Endstadium der hornbildenden Zellen, die von der untersten zur obersten Schicht der Oberhaut „wandern“. Kligman erkannte die biochemischen Prozesse der Haut, die zu ihrer Alterung führen.

In Studien wies er nach, dass die Behandlung mit Feuchtigkeitsbindern zu einer besseren Hautfunktion führen kann. Er erkannte zudem, dass körpereigene und -verwandte Stoffe besser von der Haut aufgenommen und verarbeitet werden. Ganz im Gegensatz zu erkennbaren künstlichen bzw. externen Inhaltsstoffen. Diese Stoffe, wie Minerale und Silikonöle, bringen die Haut aus ihrem natürlichen Gleichgewicht und könnten zu Folgeerscheinungen wie Neurodermitis führen. Verzichtet werden sollte z.B. auf Emulgatoren, die Hautbarriere-Störungen fördern, sowie auf Konservierungsmittel und Duftstoffe, welche die angegriffene Barriere leichter überwinden.

In jedem Fall sollte die Behandlung auch mit dem Arzt abgesprochen werden.

Auf diesen Erkenntnissen und der Verwendung von Hautähnlichen Stoffen zur Erneuerung und Gesunderhaltung der äußersten Hautschicht basiert die Korneotherapie. Die Funktion der Hautbarriere und das Gleichgewicht (Homöostase) der gesamten Haut werden verbessert.

Die Korneotherapie vermeidet Hautpflegemittel und Kosmetik mit schädigenden Stoffen wie Allergenen. Sie verwendet ausschließlich Präparate, Pflegemittel und Vitamine, die individuell und modular auf die Haut und die persönlichen Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender abgestimmt sind. So beugen wir Problemhaut vor und lassen Akne oder Juckreiz erst gar nicht entstehen.

Für eine noch bessere Wirkung können auch Ernährungsgewohnheiten hinzugezogen werden. Ein großer Vorteil der Therapie ist die starke Abstinenz von Nebenwirkungen, wie man sie von medizinischen Wirkstoffen der Lokaltherapie kennt. Eine präventive Anwendung kann den Einsatz von konventionellen Dermatika reduzieren oder überflüssig machen.

Für die erfolgreiche Korneotherapie ist eine präzise Hautdiagnose die logische Voraussetzung.